Meine inhaltlichen Schwerpunkte

„Die Demokratie muss dem Schwachen die gleiche Chance zusichern, wie dem Stärksten“ (Mahatma Gandhi)
Meine Erfahrungen besagen, die direkte Demokratie ist der Schlüssel zum Erfolg. Seit 2007 praktizieren wir in Großbreitenbach den „Bürgerbeteiligungshaushalt“. Alle Informationen auf den Tisch. Offenheit, Transparenz, Ehrlichkeit und nichts im stillen Kämmerlein verhandeln, was die Bürger bewegt, sind wichtige Erfahrungen, die ich in meine Arbeit als Landrätin einbringen möchte.

Der Protest gegen die 380 kV-Leitung hat mir Kraft für mein politisches Handeln gegeben. Ich gebe diesen Kampf nicht auf. Ich weiß aber auch, dass wir beim Protest nicht stehen bleiben können. Die Energiewende steht auf der Tagesordnung. Der Ilm-Kreis muss dazu einen eigenen Beitrag leisten. Die Voraussetzungen sind mit der TU Ilmenau, den am Erfurter Kreuz angesiedelten Firmen und dem Know How vieler klein- und mittelständiger Betriebe exzellent. Den Ilm-Kreis zu einer Modellregion für nachhaltige Energieerzeugung und -versorgung zu machen, ist eine der vorrangigsten Aufgaben, der ich mich stellen will.

Aktive Arbeitsmarktpolitik war, ist und bleibt für mich ein wichtiges Thema. Die Arbeit des Jobcenters ist zu optimieren. Die vorhandenen Instrumentarien sind zu bündeln und mit den Möglichkeiten der Kommunen und der Wirtschaft zu verbinden.

Der überwältigende Erfolg des Bürgerbegehrens „Lasst die Schule im Dorf!“, hat gezeigt, die Einwohner des Kreises wollen keine weitere Ausdünnung des Schulnetzes. Sie wollen Schulen erhalten. Dauerhaft gelingt dies aber nur, wenn durch den Kreis nicht nur die materiellen Voraussetzungen (Gebäude, Einrichtung) dafür geschaffen, sondern auch inhaltliche Konzepte, wie für das gemeinsame Lernen von der 1. bis zur 8., 10. oder 12. Klasse in solche Überlegungen mit einbezogen werden.

Die Kreisverwaltung muss zu einem modernen, bürgerfreundlichen Dienstleistungszentrum werden. Bürger sind keine Bittsteller, wenn sie zur Behörde gehen.

Warum ich kandidiere?

Kommunalpolitik und soziales Engagement bestimmen seit 22 Jahren mein Leben.
1990 wurde ich Stadtratsmitglied in meiner Heimatstadt Großbreitenbach und seit 1999 bin ich Bürgermeisterin. Ein Amt, welches mir gerade durch den engen Bürgerkontakt besonders viel Motivation für mein kommunalpolitisches Engagement gegeben hat.

Seit 1994 bin ich Mitglied des Kreistages und arbeitete dort in verschiedenen Kreisfachausschüssen mit.
2004 wurde ich erstmals für die Linke in den Thüringer Landtag gewählt und habe 2009 das Direktmandat im südlichen Landkreis errungen.

Darüber hinaus bin ich seit fast 2 Jahrzehnten als Vorsitzende der Frauengruppe Großbreitenbach e.V. mit der Organisation sozialer Projekte betraut. 2006 haben wir erfolgreich einen Pflegedienst ausgegründet.

In der thüringisch-fränkischen Allianz gegen den geplanten Bau der 380 kV-Leitung durch unsere Heimat gehöre ich zu den Aktivisten. Aber mir reicht es nicht, nur gegen etwas zu sein. Ich möchte Alternativen aufzuzeigen und diese auch umzusetzen.

Jetzt habe ich mich entschlossen, als Landrätin zu kandidieren, um meine Sicht und Arbeitsweise von Offenheit, Transparenz, Bürgerbeteiligung und moderner Verwaltung zur Wahl zu stellen.